Über den sorgsamen Umgang mit Trinkwasser

Zuversichtlicher Blick auf den Sommer 2019:
Von der Rekordhitze und Trockenheit des Vorjahres haben sich die hiesigen Grund und Quellwasservorkommen grösstenteils erholt, und die gute Vernetzung zwischen den Wasserversorgern trägt auch bei längeren Dürreperioden zur Versorgungssicherheit bei. Und dennoch: Ein sensibler Umgang mit unserem Trinkwasser steht uns allen gut an.

Die hiesigen Wasserressourcen (ob Grundwasservorkommen oder Quellen) sind grundsätzlich ertragreich, reagieren aber sehr unterschiedlich auf Niederschläge und Trockenheit. So zeigt sich nach der ausserordentlichen Dürre und Hitze des letzten Jahres aktuell noch ein heterogenes Bild bei den 16 Zuger Wasserversorgern. Zwar haben sich etliche Wasserstände komplett erholt, gewisse aber liegen noch immer unter der Norm.

Versorger pflegen rücksichtsvollen Umgang mit dem Wasser

Die Zuger Wasserversorger pflegen einen rücksichtsvollen Umgang mit den Wasserressourcen in ihrer Obhut. Grundwasserpumpwerke beispielsweise werden grundsätzlich nachts betrieben, damit sich die Pegel den Tag hindurch wieder gut erholen können.

Vernetzung: tragende Säule der Versorgungssicherheit

Netzverbindungen zwischen den Wasserversorgern stützen die Versorgungssicherheit. Diese Verbindungen wurden in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut, und weitere Projekte sind in Planung. Über solche Verbindungen können Gebiete mit Versorgungsengpässen (sei dies witterungsbedingt oder aufgrund von Störungen) durch benachbarte Versorger unterstützt werden. Netzverbindungen bestehen unter anderem im Gebiet Walterswil-Sihlbrugg zwischen WWZ und den Wasserversorgungen Zürich, Neuheim und Hausen am Albis; im Grundwasserpumpwerk Sternen in Baar sind WWZ und die Korporation Baar vernetzt; die Korporation Baar ist mit der Korporation Blickensdorf vernetzt; das Wasserwerk Steinhausen betreibt beim Alpenblick einen Anschluss ans WWZ-Netz; im Gebiet Rothus liegt eine von zwei Verbindungen zwischen WWZ und Rotkreuz; Allenwinden ist beim Schmittli mit Unterägeri und via Zugerberg mit WWZ verbunden; Menzingen beim Bethlehem mit WWZ; Unterägeri in Mittenägeri mit Oberägeri.

Wasser sparen – ausser beim Trinken

Ja, die Schweiz ist ein Wasserschloss. Dennoch steht uns allen ein rücksichtsvoller Umgang mit dem Trinkwasser gut an, denn Wasser ist vor allem eins: unser wichtigstes Lebensmittel. Das Zuger Hahnenburger ist von bester Qualität, hat eine um ein Vielfaches bessere Umweltbilanz als aufbereitetes Flaschenwasser und ist unschlagbar günstig. Der tiefe Preis des Leitungswassers kann aber zu einem sorglosen Umgang verleiten.

7 Tipps für den sensiblen Umgang mit Trinkwasser
 Rasen nicht kurz schneiden (Schutz vor Austrocknen) und nicht übermässig wässern (Wurzelwerk wächst dann tiefer und wird resistenter)
 Rasen nicht täglich und nur in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden wässern
 Gartenbewässerungsanlagen massvoll einsetzen
 Garten mit der Giesskanne giessen
 Auf das Abspritzen von Vorplätzen, Terrassen, Autos usw. verzichten
 Tropfende Wasserhähne und Spülkästen reparieren
 Nicht unter fliessendem Wasser arbeiten (Geschirr, Gemüse, Zähneputzen)