Die "Gesamtschau Lättich" nimmt Fahrt auf

An der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2025 wurde der Gemeinderat beauftragt, eine umfassende Planung für das Sportareal im Lättich anzugehen. Dieser Auftrag wird nun umgesetzt.

Gemeinsame Medienmitteilung der Einwohnergemeinde Baar und der Korporation Baar-Dorf vom 06.08.2026

Das Gebiet Lättich mit dem Schwimmbad und den Fussballplätzen soll zu einer Sport­allmend ausgebaut werden. So sieht es der Masterplan Sportanlagen vor, den die Gemeinde Baar vor rund zwei Jahren veröffentlicht hat. Diese Vision soll nun Schritt für Schritt zuerst aufs Papier gebracht und danach umgesetzt werden. Anstoss war ein Antrag der Korporation Baar-Dorf anlässlich der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2025. Sie forderte, CHF 300'000.– ins Budget 2026 für eine «Gesamtschau Lättich» aufzunehmen. Der Antrag wurde mehrheitlich gutgeheissen. Hintergrund waren die Pläne der Einwohnergemeinde Baar, einerseits das 1972 erbaute Hallenbad zu sanieren und allenfalls auszubauen und andererseits ein bestehendes Naturrasenfeld durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen. Diese Projekte fügen sich in die übergeordnete Vision ein und werden der Entwicklung des Gebiets für künftige Generationen nicht im Wege stehen.

Nun sind die Vereine und die Bevölkerung am Zug

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung haben sich Vertreter des Gemeinde- und Korporationsrats intensiv ausgetauscht, um den Weg zur visionären Gesamtschau zu planen. Der Projektplan wurde erstellt und die Zusammenarbeit zwischen den beiden gemeindlichen Körperschaften schriftlich vereinbart. Die Korporation Baar-Dorf als Grundeigentümerin und Baurechtsgeberin wird die Gemeinde als Bauherrin im gesamten Planungsprozess eng begleiten und unterstützen. In einem ersten Schritt folgt eine Bedürfniserhebung, die über das Schwimmbad Lättich und den FC Baar hinausgeht. Die Baarer Sportvereine wie auch die Bevölkerung sollen ihre Wünsche und Visionen einbringen können. In welcher Form diese umfassende Bedürfniserhebung stattfinden soll, wird derzeit erarbeitet. Wenn alle Bedürfnisse zusammengetragen sind, wird ein Raumprogramm erstellt. Dieser Prozess startet voraussichtlich im zweiten Quartal 2027. Das Raumprogramm hält fest, welche Infrastrukturen im Lättich künftig benötigt und erwünscht sind. Mit einem geeigneten Planungsinstrument wird anschliessend bis Ende 2028 erarbeitet, was tatsächlich umsetzbar ist. Mit dem an der Gemeindeversammlung gesprochenen Kredit von CHF 300'000.– werden die Bedürfniserhebung, die Analyse und die Erstellung des Raumprogramms finanziert. Ein externes Planungsbüro wird die Einwohnergemeinde dabei unterstützen, damit die Ausschreibung für einen Projektwettbewerb erfolgen kann.

Planungen werden aufeinander abgestimmt

Parallel zur «Gesamtschau Lättich» verfolgt die Einwohnergemeinde die zwei oben genannten Projekte umsichtig weiter. Für die Erneuerung und den allfälligen Ausbau des Hallenbads Lättich wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Diese ist Bestandteil der Bedürfniserhebung und fliesst in das Raumprogramm für die Gesamtschau sowie die daran anschliessende Planung und Entwicklung ein. «Wir sind ergebnisoffen», erklärt Gemeinderätin Sonja Zeberg. «Die gesamtheitliche Betrachtung wird aufzeigen, was auf dem Areal umsetzbar ist und wie die einzelnen Aktionsfelder optimal zu platzieren sind.»

Neben der Machbarkeitsstudie für das Schwimmbad Lättich wird auch der Ersatz eines Naturrasenfelds durch einen Kunstrasenplatz weiterverfolgt. «Wir werden der Stimmbevölkerung an der Gemeindeversammlung vom 10. September 2026 einen Baukredit vorlegen», sagt Sonja Zeberg. «Der FC Baar hat dringenden Bedarf.» Dieser Bedarf soll jetzt teilweise erfüllt werden. Wie beim Schwimmbad gilt auch für die Fussball-Infrastruktur eine Ergebnisoffenheit im Zusammenhang mit der Visionsentwicklung für das Areal Lättich. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Clubhaus und/oder die Fussballfelder in einer gänzlich neu gedachten Sportallmend Lättich anders platziert werden.

Die Korporation begleitet den Entwicklungsprozess partnerschaftlich

Mit der Bedürfnisabklärung und den ersten Planungsschritten stossen die beiden gemeindlichen Körperschaften, die Einwohnergemeinde als Bauherrin und die Korporation Baar-Dorf als Grundeigentümerin und Baurechtsgeberin, gemeinsam die «Gesamtschau Lättich» an. «Die Korporation hat mit ihrem Antrag an der Gemeindeversammlung ihre Verantwortung für Baar wahrgenommen. Wir werden den gesamten Entwicklungsprozess konstruktiv und partnerschaftlich begleiten und mitgestalten», betont Korporationspräsident Martin Urscheler. Sonja Zeberg ergänzt: «Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Einwohnergemeinde und der Korporation Baar-Dorf wird begrüsst. Sie ist entscheidend, um für die Sportallmend Lättich eine tragfähige und zukunftsgerichtete Lösung zu entwickeln.

Weitere Auskünfte
Gemeinderätin Sonja Zeberg-Langenegger, T 041 769 05 00, sonja.zeberg@baar.ch
Korporationspräsident Martin Urscheler, T 041 766 09 66, martin.urscheler@korporationbaar.ch